Warum Eritrea

Eritrea, am Horn von Afrika liegend, ist der jüngste Staat des Kontinents. Landschaftlich ist Eritrea vom abessinischen Hochland, den Lowlands bis zu den tropischen Küstengebieten von einzigartiger Schönheit. Für die Menschen von Eritrea ist vor allem die besondere Herzlichkeit kennzeichnend.

Geschichtlich blickt Eritrea auf eine interessante Vergangenheit zurück. So erstreckte sich über das heutige Staatsgebiet u.a. das Reich von Aksum, das Herrschaftsgebiet äthiopischer Kaiser und das Osmanische Reich. Geprägt wird das gegenwärtige Straßenbild in Eritrea allerdings vor allem von der italienischen Kolonialzeit, was insbesondere für Eritreas Hauptstadt Asmara gilt, die im wesentlichen Ende der 1930er Jahre im Art-Deco-Stil erbaut wurde. Nach dem 30 Jahre dauernden Krieg mit Äthiopien erlangte Eritrea am 24. Mai 1993 die Unabhängigkeit.

Die Unabhängigkeit des Landes wurde hart erkämpft und erfüllt die Menschen noch heute mit sehr viel Stolz. Aus der Erfahrung des Freiheitskampfes entstand auch das allgegenwärtige Prinzip der Menschen: helfe dir selbst und verlasse dich nicht auf andere. Die Einstellung mit Geduld und großer Einsatzbereitschaft selbst etwas zu erreichen, ist tief in den Menschen verankert und schlägt sich auf viele Lebensbereiche nieder.

Der junge Staat hat eine republikanische Verfassung und wird seit der Unabhängigkeit politisch von der Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit regiert, die aus der Unabhängigkeitsbewegung der Eritreischen Volksbefreiungs-front hervorgegangen ist. Seither leben viele unterschiedliche Ethnien und Religionsgemeinschaften zwar friedlich in Eritrea zusammen, aber Eritrea steht vor großen Herausforderungen. Die Menschen vor Ort sind es allerdings, die einem immer wieder deutlich machen, dass Eritrea auch ein Land von ebenso großen Möglichkeiten ist. So gibt es beispielsweise vielfältige ernsthafte Bestrebungen mit nationalen Initiativen sowie internationalen Partnerschaften die medizinische Versorgung im Land nachhaltig zu verbessern. Gleiches gilt auch für andere Bereich, wie z.B. in der Bildung und Landwirtschaft. 

Vor diesem Hintergrund haben wir uns bereits vor 16 Jahren entschlossen, dass wir uns in Eritrea engagieren möchten und mit den Menschen vor Ort, in einem partnerschaftlichen Austausch, die klinische Versorgung im Bereich der Gastroenterologie zu verbessern.

 

                             Stehts nach dem Motto:  "Hilfe zur Selbsthilfe" 

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